Sonntag, 29. Oktober 2017

Was ich schon immer von SILBERMOND wissen wollte

Die Band SILBERMOND rund um ihre Sängerin Stefanie Kloß, gehört zu den erfolgreichsten deutschen Bands überhaupt. Und deshalb bin ich total stolz, dass ich der Band ein paar Fragen stellen durfte.

Was ich schon immer über und von Silbermond wissen wollte. Das kann man jetzt hier, bei meinem großen SILBERMOND INTERVIEW lesen:

Mein erste Frage ging aber erst einmal an Stefanie. Denn mich würde sehr interessieren was Stefanie in meinem Alter so gemacht hat. Deshalb meine Frage ob sie damals auch schon in einer Band gesungen hat und welche Ziele Stefanie als 15-Jährige hatte. Also wie war das damals für dich und was war dir auch neben der Band alles wichtig?
Stefanie: Ich habe neben der Band noch in einem Chorprojekt gesungen, in dem die Jungs und ich uns auch kennengelernt haben. Dort gab es auch kleine Auftritte, Chorproben etc. Somit war in Kombination mit der Schule, dann eigentlich auch jede Woche gut gefüllt. Mein Ziel war immer, dass ich meine Aktivitäten mit der Band und dem Chor irgendwie neben der Schule so unter einen Hut bekam, dass meine Eltern nichts dagegen sagen konnten. Es gab also streng genommen nichts Weiteres "neben der Band", weil die Band und die Musik mir tatsächlich das Wichtigste waren. Vielleicht war das auch schon ein kleines Zeichen dafür, dass die kreative und musikalische Seite in meinem Leben mal eine große Rolle spielen sollte.

I
hr setzt euch auch als Band für politische Themen ein. Was ich sehr gut finde, denn auch ich schreibe viel über die wichtigen jugendpolitischen Themen. Ich glaube daher auch, dass es wichtig wäre ein Schulfach „Politik“ ab der 
5. Klasse einzuführen (LINK zu meinem Artikel). Vor allem deshalb, weil ich es unfair finde, wenn man uns Jugendlichen vorwirft keine Ahnung von Politik zu haben, wenn es einem in der Schule keiner beibringt. Wie denkt ihr darüber?
SILBERMOND: In der Tat sollte das tagesaktuelle Geschehen mehr in den Schulunterricht eingebettet werden. Egal wie stringent 
man den Lehrplan verfolgen muss, ist es wichtig als junger Mensch das Gefühl zu haben Teil der Gesellschaft und auch Teil ihrer Veränderung zu sein. Politik als Fach finden wir sehr spannend. Gute Diskussionen sollen tolle Anregungen sein im Leben, die eigene Einstellung und eigene Ideen zu verfolgen oder gar zu ändern und auch alles einmal auf den Prüfstand zu stellen, was man so als gesetzt sieht.
Wenn ihr für einen Tag "Bundeskanzler" wärt und einen Song darüber machen würdet, welchen Titel hätte der Song?
SILBERMOND: Wer bauen will, muss Steine bewegen.
 
Was ich schon immer von euch wissen wollte, wie kommt man eigentlich auf diesen Bandnamen?
SILBERMOND: Die Frage ist aus einem Grund sehr kurz zu beantworten. Dieser Name hat uns nach 4 Trilliarden Vorschlägen alle 
vier zusammen angesprochen. Ohne Ausnahme.
 
Euer Song „Das Beste“ war ja nicht nur Platz 1 sondern sogar 85 Wochen in den Charts. Also ich persönlich finde das richtig krass. Ich glaube, irgendwie träumt doch jeder Musiker davon, von so vielen Menschen verehrt zu werden und 
wie fühlt sich so etwas an?
SILBERMOND: So etwas ist im Grunde wahrlich nicht ganz greifbar. Ein tolles Gefühl - ohne Frage. Jedoch ist man als Künstler bestrebt immer weiter zu gehen. Zu schaffen, zu verwerfen, alles schlecht zu finden was man gemacht hat, um aus diesem Gefühl wieder was zu schaffen was subjektiv dann wieder besser ist als was man bisher gemacht. Eine Spirale die sich zieht, schwindelig macht und kein Ende hat. Doch genau so ist es wunderbar!

Zum Schluss würde ich gerne in die Zukunft blicken mit euch. Gibt es denn schon einen Plan oder sogar schon neue Songs oder auch Ideen für ein neues Album?
SILBERMOND: Demnächst kommt erst Mal unser Live-Album raus. Wir haben da ein ganz magisches Konzert auf der Open Air-Tour im Sommer einfangen können. Und irgendwann geht es vielleicht wieder in die musikalische Küche mit neuen Zutaten für ein neues Album.


Ich freue mich schon auf neue Songs von SILBERMOND und hoffe, dass sie noch sehr lange Musik zusammen machen werden. Und vielleicht gibt es auch mal den Song „ Wer bauen will, muss Steine bewegen“ wie sie es mir auf meine Frage beantwortet haben.
Und dass sie trotz ihrer Mega-Erfolge auch für mich als junge Bloggerin ein Ohr haben zeigt, dass sie weder abgehoben sind und einfach nur cool drauf sind und das ist für mich Rock´n Roll. 
 
Deshalb ganz lieben Dank an Stefanie, Johannes, Thomas, und Andreas von SILBERMOND.



Samstag, 28. Oktober 2017

Ich bin Generation Smartphone

Meine neue Kolumne für das Online-Magazin: → LangweileDich.net:

Für mich ist ein Smartphone was ganz Normales. Es gehört für meine Generation zum normalen Tagesablauf, genau wie die Schule oder der Sport in der Freizeit. Ich weiß, dass viele Menschen der älteren Generation das nicht wirklich nachvollziehen können. 
Oder auch, dass viele Eltern es lieber sehen, wenn ihre Kinder so aufwachsen, wie sie es selber erlebt haben. 
Also mit draußen Fußball spielen und das auch selbst bei schlechtestem Wetter oder den ganzen Sommer an einem Baumhaus bauen oder einfach nur an malerischen Wiesen und Getreidefeldern stundenlang mit dem Fahrrad fahren und ewig daran zurückdenken, weil es so ein großes Abenteuer war.

Ich kann mir vorstellen, dass es damals für Kinder und Jugendliche echt toll war. Aber da gab es halt auch noch nicht die Technik von heute.
Das Leben eines Jugendlichen sieht heute ein bisschen anders aus. Nun ein Smartphone ist für mich vieles. Außer zu telefonieren benutze ich es um Nachrichten zu senden, Musik zu hören und als Fernsehersatz. Also vor dem Fernseher saß ich schon länger nicht mehr, warum auch? Wenn ich etwas sehen will, dann schaue ich es mir über das Smartphone oder über den Laptop an. Viele in meinem Alter sehen sich gerne YouTube-Clips von angesagten YouTubern an oder streamen einfach einen Film über Amazon oder einer andere Plattform. Auch CDs sind für uns jetzt nicht unbekannt, aber wurden schon seit einiger Zeit durch die Spotify-App abgelöst. Wir Jugendliche streamen unsere Musik. Da gibt es sogar schon voreingestellte Playlists. Jeder, der jetzt dabei denkt, dass man da nur die Charts rauf und runter hören kann, der hat sich da aber getäuscht. Seit Spotify kenne ich Songs von Nancy Sinatra bis zur Spider Murphy Gang, denn auf den ganzen verschiedenen Playlists gibt es alles zu hören, was es an Musik gibt. Das wäre anders so nicht möglich gewesen und das ist doch nichts Schlechtes? Ich muss jetzt nicht mehr vor dem Fernseher sitzen oder vor dem Radio, um ewig zu warten, bis etwas kommt, was mir gefällt.
Auch Nachrichten aus den verschiedensten Gebieten sind für uns ganz leicht zum Ansehen und das wird auch sehr viel genutzt. Auf YouTube gibt es einige Channels, die sich mit Politik beschäftigen und über Snapchat kann man sich auch ganz leicht und schnell über die aktuellsten Nachrichten informieren. Viele Jugendliche wollen und suchen Informationen und das ist eben auch so möglich für meine Generation.
Klar, gibt es auch Jugendliche, die den ganzen Tag vor dem Handy sitzen und sich ein Spiel nach dem anderen reinpfeifen. Aber das sind ja nur einige und nicht die Masse. Menschen, die sich gerne viel ablenken, gibt es doch in jeder Generation. Das hat meiner Meinung nichts damit zu tun, ob ich als Jugendlicher im Heu gespielt habe oder auch nicht. Im Gegenteil, wir Jugendliche lernen viel früher wie man mit den modernen Medien umgeht und wie man sich dabei am besten schützt. Mir wurde früh beigebracht, dass ich erst nach links und dann nach rechts schauen muss, wenn ich über die Straße will. Genauso wurde ich auch früh über die Gefahren des Internets aufgeklärt, was eben ganz normal sein sollte.
Es ist ja nicht so, dass jeder aus der Generation Smartphone nur an das Handy denkt. Ich gehe zum Sport, treffe mich mit Freunden oder andere Freizeitaktivitäten, wie es mit Sicherheit in der früheren Zeit auch schon war. Nur, dass wir uns wesentlich mehr Zeit sparen. Denn, wenn wir uns treffen wollen, organisieren wir es einfach schnell über eine WhatsApp-Gruppe. Ich kann nur sagen, dass unsere Smartphone-Generation dadurch weder vereinsamt, noch von der großen weiten Welt nichts mitbekommt. 
Im Gegenteil: Wir sind in unserer Generation wesentlich aufgeklärter und machen uns auch viel mehr Gedanken über unsere Zukunft. Denn ohne dieser digitalen Möglichkeit würde ich mich nie so für Politik interessieren und darüber auf meinem Blog schreiben, wie ich es eben mache.
Wenn sich jetzt noch die Schulen dazu mehr öffnen würden, dann wäre es natürlich perfekt, aber ich glaube das ist ein anderes Thema. Für uns Schüler ist es nämlich Standard und auch ganz normal, dass einfach mal auf die Schnelle eine Powerpoint-Präsentation gemacht werden muss. Und mit Powerpoint zu arbeiten finde ich eine der effektivsten Lernmethoden und das schon seit der 5.Klasse. Und viele mögen es kaum glauben, aber in den Schulpausen wird immer noch viel geredet und man hat auch ohne dem Smartphone was zu lachen oder zu diskutieren.
Das alles wollte ich nur mal los werden. Weil ich schon sehe, dass das Thema einfach anders in der Welt der Erwachsenen gesehen wird, als es wirklich ist. Denn das Leben in unserer Smartphone-Generation ist nicht vergleichbar mit der früheren Generation und mit Sicherheit ist es nicht schlechter geworden und das ist mir wichtig zu sagen.



Freitag, 27. Oktober 2017

Gastartikel: Noah Treutterer über das Wahlrecht ab 16 Jahren

Noah Treutterer (17) schreibt in seinem → Blog Naturicia über Jugendpolitik und deshalb freut es mich sehr, dass er einen Gastartikel schreibt. Denn es ist wichtig, dass wir zeigen was für uns Jugendliche wichtig ist und warum. Und gerade das Europäische Jugendparlament bei uns in Deutschland, das Noah in seinem Artikel anspricht, werde ich mir in Zukunft näher ansehen.


Also hier die Meinung von Noah in seinem Gastartikel:


Servus,
so sagt man ja bei uns in Bayern. Heute schreib ich euch aber nichts über populistische Forderungen der CSU oder den Untergang der Bayern-SPD, sondern wir blicken mal heute hinaus ins weite Deutschland. Livia engagiert sich für die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre, auch bundesweit. Auch ich werde mich in diesem Gastartikel dieses Themas widmen.
Aber wer bin ich eigentlich ? Ich blogge unter dem Pseudonym Naturicia und schreibe über politische Themen. Zwar liegen meine Interessen vor allem bei der Wirtschafts- und Umweltpolitik, ich behandle jedoch auch andere Themen. Das ich euch hier einen Gastartikel verfassen kann, hab ich der lieben Livia zu verdanken. Vielen Dank!


Das Wählen ab 16 hat vieles für sich, aber warum es so wichtig ist, möchte ich gerne im ersten Teil meines Artikels euch nahebringen.

Zur Bundestagswahl 2017 gab es ein großes Wahlthema: Die Bildung. Viele der etablierten Parteien haben Vorschläge gebracht, wie sich die Bildung bei uns im Land verbessern lasse, aber auch wie Schulen moderner gemacht werden können. Doch darüber entschieden haben nicht die betroffenen Schüler, sondern Erwachsene. Das ist ein Zustand der nicht akzeptabel ist. Die Parteien richten ihre Bildungspolitik größtenteils an den Forderungen der Erwachsenen aus, anstatt die Kinder miteinzubeziehen.

Auch ist ein Ausgleich zwischen jungen und alten Wählern notwendig. Die Anzahl der möglichen Erstwähler in der Bevölkerung könnte von 3,4 Millionen in diesem Jahr auf 2,3 Millionen im Jahr 2060 sinken. Die Parteien werden auch in Zukunft versuchen möglichst viele Stimmen zu sammeln. Wenn der Anteil der jungen Bevölkerung sinkt im Vergleich zur alten Bevölkerung, dann wird die Politik zwangsläufig an dem größeren Anteil an der Bevölkerung ausgerichtet, das heißt, dass Themen, die Jugendlichen wichtig sind in den Hintergrund rücken werden.

Zudem kann Wählen ab 16 auch für ein erhöhtes Interesse bei Jugendlichen sorgen. Bei mir in der Klasse sind jetzt einige Schüler bereits 18 Jahre alt geworden, woraus gefolgt ist, dass Politik dieses Jahr erstmals ein Thema im Sozialkunde-Unterricht war. Diskussionen über Politik sind im Unterricht gar nicht vorgesehen, sodass wir Glück haben, dass wir auch aus dem politischen Interesse der Schüler heraus, darüber reden. Die aktuelle Politik hat anscheinend überhaupt kein Interesse daran, den Schüler schon in der Schule politisch zu bilden.


Argumente der Gegner von ‚Wählen ab 16’ sind meiner Meinung nach einfach unsinnig.

Die Aussage, dass Jugendliche zu extremistischeren Positionen neigen stimmt schlicht und einfach nicht. Wenn man sich die Ergebnisse der U18-Wahl anschaut ergibt sich das genaue Gegenteil. Nicht die Jugendlichen wählen extremistischer, sondern die Volljährigen. Bei den Jugendlichen bekamen extremistische Parteien (hier: AfD, NPD, Die RECHTE, SGP, MLPD, DKP) insgesamt 8,6%, bei den volljährigen Wählern jedoch 13,1%.

Auch wird gefordert, dass das Wahlalter weiterhin an die Volljährigkeit geknüpft wird. Jedoch gibt es etwas, was sich beschränkte Geschäftsfähigkeit nennt, oder auch Strafmündigkeit und Deliktfähigkeit. All dies sind rechtliche Eigenschaften, die auch für Minderjährige gelten. Warum denn nicht also auch ein ‚beschränktes Wahlrecht’ ? Gefordert wird schließlich auch nur das aktive Wahlrecht (def. Wählen) auf 16 Jahre zu senken und nicht das passive Wahlrecht (def. Gewählt werden), welches weiterhin ab 18 Jahren sein soll.

Auch die Parteienlandschaft in Deutschland vertritt verschiedenste Meinungen.

Die FDP verwies mich auf ihren Wahlprüfstein, welcher besagt, dass „Eine Abbildung der Interessen Minderjähriger nicht [stattfindet]“. Jedoch hält sie „am Wahlalter der Bundestagswahl von 18 Jahren [...] fest“, jedoch „auf kommunaler Ebene steht dem nicht[s] entgegen“.

Das Wahlalter wollen wir - auch auf Bundesebene – absenken, damit Jugendliche spätestens ab 16 Jahren wählen gehen können“, sagen die Grünen. Auch sehen sie, dass „[g]erade junge Menschen von politischen Entscheidungen besonders betroffen [sind], weil diese Entscheidungen ihre Wirkung erst in der Zukunft entfalten“.

Auch andere Parteien haben mit dem Wählen ab 16 kein Problem. Zu diesen gehören SPD und Linke, welche schon in mehreren Landtagen Wählen ab 16 auf Kommunal- und Landesebene durchgesetzt haben.

Jedoch ein Gegner der Herabsetzung des Wahlalters ist die Union. Auf Nachfrage bei der CSU hat mir Florian Meißner (komplettes Interview bei mir #Schleichwerbung) geantwortet, dass „[e]s sehr zu begrüßen [ist], wenn in der Schule im Sozialkundeunterricht [...] auf aktuelle politische Themen in geeigneter und altersgemäßer, parteipolitisch neutraler Weise eingegangen wird“. Aber „[d]ie Absenkung des Alters für das aktive Wahlrecht bei Bundes- oder Landtagswahlen halten wir [die CSU] nicht für notwendig“.

Diese Grafik zeigt, wo bisher in Deutschland ‚Wählen ab 16’ erlaubt ist, ob bei Landtagswahlen oder Kommunalwahlen.

Auch in Österreich besteht die Möglichkeit ab 16 Jahren wählen zu gehen, auch bei Wahlen auf Bundesebene. Es ist das einzige Land und damit Vorreiter in Europa für die Herabsetzung des Wahlalters. Den Erfolg in Österreich hatte Livia aber auch in früheren Posts angesprochen.

Einen anderen Weg des Engagements Jugendlicher in der Politik gibt es in Schottland. Dort gibt es ein Jugendparlament, welches bei uns hier in Deutschland auch von FDP und Grünen gefordert wird. Dieses Jugendparlament beschäftigt sich mit für Kinder und Jugendlichen wichtige Themen und vertritt diese in der Öffentlichkeit. Ein vergleichbares Beispiel bei uns in Deutschland ist das Europäische Jugendparlament → HIER.

Abschließend lässt sich sagen:
Wenn wir Probleme der Zukunft lösen wollen, müssen wir auch die Menschen fragen, die morgen mit unseren Entscheidungen leben müssen“ (Renate Künast MdB, Bündnis 90/Die Grünen)

Sonntag, 22. Oktober 2017

Livia trifft Bundespräsident a.D. Christian Wulff

Ein neuer Höhepunkt meiner → „Political Things-Reihe“ ist mein 
großes Interview mit unserem ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff. 

Ich habe Herrn Wulff ja schon beim RTL Com.mit Award kennengelernt und da haben wir ausgemacht, dass wir uns treffen, wenn er mal in München ist um über meine gesellschaftspolitischen Jugendthemen zu sprechen. 

Jetzt war es soweit. Herr Wulff ist extra während meiner Mittagspause zu meinem Lieblingscafé in der Nähe meiner Schule gekommen und da hatten wir, bei einem leckeren Kaffee, ein super Gespräch. Es war schon ein echt cooles Gefühl, sich mit einem so großen Politiker zu treffen. 

Herr Wulff war ja nicht nur Bundespräsident sondern auch viele Jahre Ministerpräsident von Niedersachsen und außerdem unterstützt Herr Wulff Jugendliche, die sich für ihre Zukunft interessieren und einsetzen.


Das war auch gleich das erste Thema von mir. Da Herr Wulff auch Schirmherr vom RTL Com.mit Award ist. Denn ich finde es echt super, dass es diese Plattform für Jugendliche gibt. Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass Sie Schirmherr des Com.mit Awards geworden sind?
Herr Wulff: Die Schirmherrschaft wechselt beim Com.mit Award jedes Jahr und dieses mal sind sie an mich herangetreten und ich habe auch sofort zugesagt. Weil ich davon überzeugt bin, dass jetzt junge Leute wieder viel stärker sich für die Demokratie einsetzen müssen als vielleicht vor 10 oder 15 Jahren.

Sie sagten ja mal: „Jede Generation müsse sich die Bedingungen, zu denen sie leben wolle, selbst erarbeiten, es komme auf jede und jeden an.“ Aber sollte dann nicht auch jeder Jugendliche, der will auch die Chance bekommen in der Politik dafür gehört zu werden? Warum ist es nicht möglich als 16-Jährige kommunal also zum Beispiel beim Stadtrat mehr Mitspracherecht zu bekommen oder was müsste sich ändern damit ich das bekomme?
Herr Wulff: Grundsätzlich bedeutet Demokratie ja alle Macht geht vom Volke aus und deswegen soll das Volk durch Wahlen und Abstimmungen bestimmen wie sich die Stadt in der man lebt, wie sich das Land in dem man lebt und wie sich Deutschland entwickelt. Ich selber finde das kommunale Wahlrecht ab 16 Jahren gut, bei Landtagswahlen habe ich meine Zweifel und bei der Bundestagswahl bin ich dagegen, weil Rechte und Pflichten im Einklang stehen sollen. Denn derjenige, der Steuern zahlt, volljährig ist und für sein Tun voll haftet, der soll damit verbunden auch das Wahlrecht haben. Ich denke, wenn man das Wahlrecht entkoppelt von Rechten und Pflichten, dann ist das nicht unproblematisch. Aber auf jeden Fall sollten auch schon 14-Jährige gehört werden. Ich bin ja damals als 14-Jähriger aktiv geworden in der Jungen Union und habe sehr darauf gedrungen, dass die Interessen von uns Schülern auch von den Erwachsenen wahr genommen werden. Das kann man zum Beispiel als Schülersprecher oder durch Unterschriftensammlungen oder Auftritte bei Parteitagen, damit den Erwachsenen klar wird, wir sind auch da und wir haben unsere Vorstellungen und wollen, dass diese beachtet werden. Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass die Wahl von Donald Trump als US-Präsident und der Brexit in Großbritannien in den jungen Leuten etwas verändert hat. Es zeigt, dass es nicht selbstverständlich ist, dass alles gut wird und alles gut bleibt, sondern dass eine positive Entwicklung in Europa nicht unumkehrbar ist und in einer Demokratie auch nicht automatisch ein berechenbarer Präsident gewählt wird. Diese Erkenntnis zeigt jungen Leuten, dass sie sich wieder stärker um ihr Land kümmern und mehr Verantwortung dadurch übernehmen müssen. Das ist etwas Neues und das will ich fördern, dass sich Jugendliche wieder verstärkt in den Jugendparteien der Jungen Union, Jungen Liberalen, Jungen Sozialisten oder der Grünen Jugend anschließen, damit wir als Deutschland ein berechenbarer Faktor bleiben und es so vielleicht auch in Ländern wie den USA, Frankreich oder in England wieder zu Prozessen kommt, dass man den Radikalen nicht das Feld überlässt.

Für mich ist ja nicht nur das Wahlrecht ab 16 sondern auch das Schulsystem und der Lehrplan ein großes Thema. Ich habe schon mal meine Gründe geschrieben -LINK-, warum ich eine Einführung des Schulfaches "Politik" gut finden würde. Denn so kann man Jugendliche zu den wichtigen gesellschaftspolitischen Themen hinführen und so könnten sich Jugendliche viel besser für Dinge wie das "Wahlrecht ab 16" einbringen. Oder wie sehen Sie das?
Herr Wulff: Ich würde mich jetzt nicht versteifen auf die Bezeichnung des Unterrichtsfaches. Denn es gibt natürlich gute Gründe für ein Fach Politik, es gibt aber gute Gründe für alle anderen Fächer wie Sozialkunde, Mathematik oder Informatik. Aber entscheidend ist doch, dass Staatsbürgerkunde, also eine Vorbereitung auf das Leben, das eigentliche Anliegen der Schulen sein müsste. Wenn man junge Menschen auf die Zukunft vorbereiten will, muss man in der Schule Themen wie gesunde Ernährung oder gesundes Leben genauso besprechen wie die Frage, wie die Frage, wie man wählt oder sich wählen lassen kann und warum Demokratie wichtig ist. Unabhängig von der Bezeichnung der Fächer muss dafür genug Raum sein. Hier, glaube ich, ist Kritik junger Leute berechtigt, dass sie zu viel lernen was sie später nicht mehr brauchen und zu wenig von dem lernen, was sie auf jeden Fall brauchen. Der Umgang zwischen den Generationen und das Verhalten als Bürger in einer Demokratie, das braucht man auf jeden Fall. Da ist deine Fragestellung genau richtig, wir wollen in der Schule etwas über das richtige Leben und das, was auf uns zukommt erfahren.

Ich glaube ja nicht, dass sich das Schulsystem in Deutschland ändern wird da es eben Ländersache ist. Aber ein einheitlicher und somit fairer Lehrplan in ganz Deutschland müsste doch möglich sein. Warum denken Sie ist das so schwierig umzusetzen und warum werden wir Schüler dazu auch einfach nicht so ernst genommen?
Herr Wulff: Ich glaube bei einer Volksabstimmung wären 80% der Deutschen dafür, dass man das Schulsystem innerhalb eines Bundesbildungsministeriums zentralisiert. Ich bin lange Ministerpräsident und Landespolitiker gewesen und aus meiner Sicht ist die Zentrallösung dann gut, wenn sich da ein gutes Schulsystem mit einem guten Lehrplan durchsetzt. Was passiert aber wenn sich ein schlechter Bundesbildungsminister mit einem schlechten Schulsystem und Lehrplan durchsetzt? Jetzt ist es so, dass sich viele Bundesländer an das Schulsystem von Thüringen und Sachsen orientieren, weil diese die besten Ergebnisse mit ihrem Schulsystem erzielen. Und sich an die Besten zu orientieren ist doch auch nicht das Schlechteste.

Was aber mich dabei stört ist auch eine Aussage von Frau Merkel bei dem → YouTuber Interview vor der Wahl. Hier hat sie zu dem Thema gesagt, dass die bayerischen Schüler vielleicht auch ein einfacheres Schulsystem wollen. Das fand ich schon gemein, da hier die YouTuberin Lisa Sophie mit ihrem ChannelItsColeslawnur gemeint hat, dass wir ein gerechtes und faires Schulsystem wollen, das für alle in Deutschland gleich ist und jeder einen vergleichbaren Schulabschluss bekommt. Meine Kritik darüber kann man auch gerne HIER lesen. So wie es jetzt ist empfinde ich es als unfair, also warum ist es nicht möglich?
Herr Wulff: Es gibt tatsächlich zwei große Probleme mit der großen Vielfalt an Schulsystemen zwischen den Bundesländern. Das eine Problem sind diejenigen, die zwischen den Bundesländern umziehen und die Schule wechseln müssen. Das ist ein Problem das sich durch abstimmende Lehrpläne verringern soll. Das zweite Problem ist, dass Abiturienten aus Bundesländer mit nicht so hohen Leistungsanforderungen bessere Abitur-Durchschnittsnoten haben als zum Beispiel die aus Bayern, weil hier vielleicht bessere Noten seltener vergeben werden. Das ist dann unter Umständen bei Bewerbungen für ein Medizinstudium ein Nachteil für die Bayern, aber für alle Studiengänge, die nicht an Noten gebunden sind haben eher ein Vorteil. Weil sie nämlich schneller im Studium zurechtkommen und sich schneller im ersten Semester zurecht finden, da sie weniger Wissenslücken schließen müssen.

Sie haben ja als Bundespräsident sehr viele Politiker auch aus dem Ausland kennengelernt. Haben Sie noch Kontakt zu dem einen oder anderen Staatschef und was redet man eigentlich so, wenn man sich dann mal wieder trifft?
Herr Wulff: Mit den Politiker die ich jetzt noch treffe, unterhalte ich mich als erstes über Privates, also wie es den Familien geht oder auch wie es in den Ländern dieser Politiker weitergegangen ist, denn oft sind Freundschaften entstanden die über das Amt hinausgehen. Ich war zum Beispiel diesen Monat in Katar und habe da viele Politiker getroffen und in wenigen Tage fahre ich nach Italien und werde dort auch wieder mit europäischen Politikern reden, und man tauscht sich einfach aus zur Lage des jeweiligen Landes. Ich werde zum Beispiel oft gefragt, was Jamaika für Deutschland heißt oder wie es um die deutsch-französische Freundschaft steht. Und natürlich frage ich andererseits meinen Freund, den früheren türkischen Präsidenten Abdullah Gül, wie es in der Türkei weitergeht und wann endlich die inhaftierten Journalisten freigelassen werden.

Zum Abschluss habe ich noch eine ganz wichtige Frage. Also was passiert gerade mit Donald Trump und Nordkorea, muss ich Angst haben? Ich meine warum hat Nordkorea eigentlich Atomwaffen? Wir Jugendliche haben vor diesem Konflikt tatsächlich am meisten Angst. Wie sehen Sie die ganze Sache?
Herr Wulff: Über Nordkorea und seine Atomwaffen machen wir uns seit Jahren größte Sorgen. Es hilft eben nicht nur zu schimpfen und zu drohen oder zu blockieren, sondern man muss auch Wege suchen, im Gespräch zu bleiben. Wir brauchen vertrauensbildende Maßnahmen, Kontakte und ein Zusammenstehen der Weltgemeinschaft. Das wichtigste beim Thema Nordkorea ist, dass wir eng mit unseren chinesischen Freunden zusammenarbeiten und mit der Führung von Nordkorea im Gespräch bleiben. Dass sie abrüsten und dass sie sich zurückziehen aus dem jetzigen Bedrohungspotenzial. Es ist allerdings sehr schwierig wenn Staatschefs nur an sich selber und an die eigene Machtabsicherung denken. Das ist eine Entwicklung, die sich kolossal geändert hat. Vor 27 Jahren haben die Skorpions „Wind of Change“ gesungen. Damals fielen Mauern, es vereinte sich Europa und damals spürte man tatsächlich die Freiheit in der Luft. Und jetzt, über 25 Jahre später, haben wir wieder eine „Wind of Change“-Situation, aber in Richtung Nationalismus, Neid, Hass und Angst. Das ist eine sehr betrübliche Erfahrung, die letztlich darin mündet, dass jeder sagt, Türkei zuerst, Russland zuerst, America first, weniger Europa. In allen Ländern gibt es einen wachsenden Nationalismus. Wir und vor allem die junge Generation müssen sagen, die großen Probleme unserer Zeit sind nur lösbar durch mehr internationale Zusammenarbeit. Terror-Bekämpfung, Klimawandel, Welternährung, Frieden und wirtschaftliches Wachstum in der Welt sind nur gemeinsam zu bewältigen. Die Probleme, die wir haben, sind nur gemeinsam lösbar oder gar nicht. Die entscheidende Frage ist, wo sich die junge Generation in deinem Alter in Zukunft positionieren will: Wollt Ihr Euch in den anderen hineinversetzen, Brücken bauen, für Verständigung sorgen oder wollt Ihr Mauern bauen und Euch abschotten. Wenn deine Generation sich in den nächsten Jahren engagiert und für Empathie und Offenheit votet, wird die Zukunft in Europa sicherer. Das ist meine Überzeugung und deswegen mache ich auch mit dir gerne das Interview für deinen Blog. Denn man muss sich in der Demokratie engagieren und man muss sich positionieren. Die schwächste Form davon ist wählen zu gehen und die beste Form ist, selber aktiv zu werden, sich wählen zu lassen. 
 
Beim RTL Com.mit Award im September. Hier mit Moderatorin Laura Wontorra und Herrn Wulff


Das Gespräch mit unserem früheren Bundespräsidenten hat mir sehr viel Spaß gemacht, vor allem konnte er mir sehr viel Angst nehmen, gerade zu den Themen „Trump und Nordkorea“. 
Ich möchte mich bei Herrn Wulff herzlich für das offene und sehr ausführliche Interview bedanken. Auch für seine Unterstützung gerade bei diesen Themen, die für uns Jugendliche wichtig sind. Denn ich hoffe, dass diese in Zukunft ernster genommen werden. 
 

Samstag, 21. Oktober 2017

Was ich als Jugendliche über Laureus denke und warum ich darüber schreibe

Für den Blog der Laureus Sport for Good Stiftung habe ich einen Gastartikel -LINK- geschrieben. Das ist mir sehr wichtig, weil ich Laureus für sehr wichtig halte. Zu Beginn des Jahres hatte ich auch schon ein Interview mit Laureus Botschafter Fabian Hambüchen veröffentlicht und habe den Olympiasieger unter anderem zu seinem Engagement bei Laureus Sport for Good befragt. -LINK-


Aber jetzt zu meinen Artikel für Laureus:
Laureus ist keine normale Hilfsorganisation für Kinder und Jugendliche, sondern eine ganz Spezielle. Die Stiftung unterstützt sozial benachteiligter Kinder und Jugendliche mittels sozialer Sportprojekte. Aber was ist so besonders daran? Da gibt es einige Faktoren für mich. Das eine ist, dass internationale Spitzensportler Laures dabei unterstützen. Zum einen helfen sie direkt mit. in dem sie Kindern und Jugendliche über ihre Erfahrungen berichten und ihnen Hilfestellung geben und zum anderen helfen sie der Stiftung und werben für Spenden.
Ein Weiteres ist die Größe der Stiftung. Bis jetzt wurden über 150 Projekte in 35 Ländern gefördert und außerdem sind bis jetzt über 100 Millionen Euro Spenden gesammelt worden und damit konnten mehr als 3 Millionen sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen geholfen werden. Das nenne ich wirklich etwas bewegen. Das ist so etwas von beeindruckend für mich. Und jedes einzelne der 3 Millionen Kindern und Jugendlichen mit all ihren persönlichen Schicksalen haben dadurch auch eine neue Möglichkeit für ihre Zukunft bekommen.
Deswegen legt Laureus großen Wert auf Sport, Bewegung und Erfolgserlebnisse. Kinder, die in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen, körperliche oder geistige Einschränkungen haben oder auch Selbstzweifel haben, bekommen die Chance durch den Sport zu zeigen was sie drauf haben und wo ihre Talente sind. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Erfolgserlebnisse den Kindern mehr Mut gibt und ihnen zeigt, dass jeder andere Schwächen und vor allem andere Talente hat. Sie lernen was Teamgeist wirklich ist. Die Motivation und der Kampfgeist stärkt die Persönlichkeit der Kinder. Beim Sport, egal ob Boxen, Reiten oder Fußball powern sie sich aus und haben großen Spaß, vor allem auch dann, wenn ein Weltstar des Sports seine persönlichen Erfahrungen dazu weitergibt. Und wenn ich mir vorstelle welche Sportstars da alle mitmachen, ist das schon sehr bemerkenswert. Also von Fabian Hambüchen, Nico Rosberg, Mesut Özil, Felix Sturm, Jackie Chan bis Maria Höfl-Riesch usw. ist alles vertreteten. Das sind alles Vorbilder die enormen Einfluss haben gerade bei Jugendlichen.
Ich denke über Laureus, dass die jungen Menschen wichtige Dinge die sie auch im späterem Leben brauchen werden hier lernen können. Respekt gegenüber andere, Teamgeist, Motivation und Erfolgserlebnisse. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Laureus so zeigen kann, dass junge Menschen mit ihren Problemen nicht alleine sind. Deswegen passt der Name Laures auch so gut. Denn im Lateinischem bedeutet Laureus, das Symbol des Ruhmes und Sieges. Das passt doch.
Es freut mich jedes mal als junge Bloggerin über Laureus zu schreiben, da diese Stiftung auf sympathische Art Kinder und Jugendliche fördert und wenn ich dabei mit meinem Blog mithelfen kann dann mache ich das mehr als gerne. Denn ich habe schon ähnliche Erfahrungen mit Vorbildern gemacht und schreibe auch deshalb meinen Blog. Jedem einzelnen Jugendlichen, dem Laures helfen kann, ist nicht nur ein Sieg für ihn persönlich sondern auch für unser aller Zukunft. So sehe ich das.




Freitag, 20. Oktober 2017

Livia´s Buchvorstellung: Wie ich aus Versehen fast berühmt wurde


Meine Buchvorstellung kümmert sich heute um das das Jugendbuch von Silke Schellhammer: „Almost FAMOUS - Wie ich aus Versehen fast berühmt wurde“. Und dazu gibt es auch ein Interview mit der Autorin zu lesen, wie sie auf die Idee kam, dieses Buch zu schreiben.

Zum Inhalt:
Die 12jährige Zoe ist gerade mit ihrer Familie umgezogen und in der neuen Schule ist sie die „Neue“ und gehört nirgends dazu. Ihre Mitschüler zeigen auch kein großes Interesse an ihr, doch das will sie ändern. Spontan kommt ihr dann die Idee, einen berühmten Vater einfach zu erfinden. Mit viel Aufwand schafft sie eine neue Identität, ihr Vater ist der berühmte Schauspieler Alex Vingar. Ihre Mitschüler zeigen nun Interesse, nur leider nicht an Zoe selbst, sondern an ihrem Vater und seinem Promi-Leben. Jetzt hat Zoe natürlich ein Problem, denn wie kriegt sie nun wieder die Kurve und kann sich vom Lügenvater verabschieden?

Mein Fazit:
Die Geschichte ist für Zoe natürlich sehr verzwickt aber wer wissen will ob und wie sie es schafft, sich aus dieser Situation zu befreien, der muss das Buch natürlich lesen. Das Schöne an dem Buch ist, dass die Geschichte nicht nur sehr humorvoll ist, sondern auch zum Nachdenken anregt.
Für mich ist das Buch vom → Ars Edition Verlag mit 208 Seiten von 10 – 14 Jahren zu empfehlen. Denn es liest sich sehr flüssig und die Geschichte zeigt auch und zwar sehr humorvoll, dass Lügen eben keine Lösung für Probleme ist. Es ist fast so eine Art modernes Lügenmärchen mit einer ganz klaren altersgerechten Botschaft.

Mein Autoreninterview:

Wie bist du auf die Idee für die Geschichte zu diesem Buch gekommen?'
Silke Schellhammer: Zuerst einmal - Ich war selbst ein Kind, dass schneller Geschichten „aufpeppte“, als ich über die Konsequenzen nachdenken konnte. Allerdings bin ich nie in ein so großes Dilemma wie Zoe gerutscht. Außerdem dachte ich mir, viele, und da nehme ich mich selbst gar nicht aus, lassen sich von einem gewissen Status und Äußerlichkeiten beeindrucken. Das baut natürlich jede Menge Druck auf, diesen Beurteilungskriterien zu entsprechen. Und auch wenn „Wertevorstellungen“ ein echt strapaziertes Wort ist, bin ich der Meinung, jeder sollte mal ein, zwei Gedanken darauf verschwenden, warum er einen anderen Menschen schätzt und ihn zum Freund hat. Und da fände ich es echt traurig, wenn nur irgendwelche oberflächliche Argumente zusammenkommen würden. Denn genau mit der Festlegung solcher Maßstäbe, haben wir es in der Hand, die Gesellschaft zu formen, in der wir auch leben möchten.

Wie lange dauerte es von der Idee bis zur Veröffentlichung?
Silke Schellhammer: Ich glaube das waren ungefähr ein bis eineinhalb Jahre.

Du hast das Buch deiner Oma gewidmet. Gibt ein einen Grund dafür:
Silke Schellhammer: Das Buch ist meiner Oma gewidmet, weil ihr die Figur im Buch sehr nachempfunden ist. Sie war eine echt grandiose Frau, die mich mit ihrer unkonventionellen Art und schrägen Ansichten extrem geprägt hat. Meine Schwester und ich hatte wirklich viel Spaß mit ihr, da sie super Geschichten erzählen konnte und ihr einfach nichts peinlich war. Außerdem war sie der großherzigste Mensch, der mir je begegnet ist. Ihrer Lebensmotto „Jedem Kind sein Luftballon“ hat mir schon ganz früh vermittelt, dass man nicht alles verstehen muss, was andere glücklich macht, sondern sich einfach nur mitfreuen kann.



Und jetzt viel Spaß dabei!

Sonntag, 15. Oktober 2017

Bavarian Couture – Echt coole Fashion aus München

Junge Fashion und bayrische Lebensart zu kombinieren geht nicht? Doch das geht! Bavarian Couture hat´s gemacht und das für 
Mädls und Buam.
 
Die Geschwister Laura und Christoph Forstner bieten auf ihrer Homepage von T-Shirts, Hoodies und Sweatshirts bis zu Caps mit coolen bayrischen Sprüchen an. Es ist wichtig, dass die Sprüche einfach zu München gehören. 
 
Hier meine Lieblingsstücke

Um mehr über Bavarian Couture zu erfahren habe ich Christoph Forstner mal gefragt wie es mit seinem Modelabel anfing. Gibt es eine Entstehungsgeschichte zur Geburt eures Modelabels und zu dem Namen "Bavarian Couture"?
Christoph Forstner:
Ich bin vor mittlerweile 6 Jahren im Berufsschulunterricht gesessen und mir war furchtbar langweilig. Auf meinem Block habe ich dann nach und nach immer mehr Motive gezeichnet, mit denen ich irgendwas Schönes machen wollte. Einen Sitznachbarn habe ich immer damit genervt, bis er irgendwann meinte, ich soll mir das doch auf ein Shirt drucken lassen. Darunter war das Motiv "De mim Huad san guad" mit einem Hut und dem Spruch drunter - dieses Shirt habe ich aus einer Gaudi heraus drucken lassen und die nächste Woche mit in die Berufsschule gebracht. Dann wollten die Klassenkameraden auch gleich eins und so gings los. :) Wir hießen aber im ersten Jahr etwas anders, haben uns aber dann voll und ganz auf bayerische Sachen konzentriert und dann war der Name "Bavarian Couture" schnell klar.  

Mein Lieblingsshirt ist „Skandal um Rosi“ und jeder kennt den Spruch natürlich von der Spider Murphy Gang. Denn nicht nur ich finde das „Skandal um Rosi“-Shirt sehr schön sondern auch Günther Sigl. Er ist der Sänger der Spider Murphy Gang und darüber habe ich mit ihm auch schon gesprochen. 

Günther Sigl über das Shirt: 
Es ist wirklich sehr schön, besonders die Rose beim Namen Rosi ist auch richtig schön designt. 
Das ganze Interview ist auch gerne HIER zu lesen. 
 
Aber welche Idee steckt eigentlich hinter eurem Design „Skandal um Rosi"?
Christoph Forstner:
Dazu gibts keine wirkliche Geschichte, wir lieben den Song "Skandal im Sperrbezirk" und der ist absoluter Kult. Wir spielen dauernd mit irgendwelchen Designs rum und irgendwann hat die Laura eine schöne Rose gezeichnet, da passte der Satz aus dem Song "Skandal im Sperrbezirk" natürlich perfekt. Außerdem verbindet er ein modisches Design (die Rose) mit etwas, was jeder Bayer kennt, den Song der Spider Murphy Gang.

 

Auf eurer Homepage kann man ja ganz einfach Online bestellen. Gibt es eure Mode auch in anderen Geschäften?
Christoph Forstner: Ja, unsere Mode gibt es im kleinen Sortiment auch in Läden in München (Almliebe im Glockenbachviertel und ab Februar beim Hirmer in der Kaufingerstraße), Passau, Rosenheim und Eggenfelden. Ende Dezember machen wir außerdem einen eigenen Pop-up Store in München auf, aber nur für eine Woche. 

Zum Online-Shop von Bavarian Couture geht´s HIER lang.


Jetzt bleibt mir nur noch eines zu sagen: Freindlich sei is a Lifestyle